Mein Herz schlägt für das Sauerland

Jetzt wohne ich schon seit fast 17 Jahren in Köln und so richtig konnte ich mich nie mit den Wandergebieten in der Umgebung anfreunden. Das Siebengebirge mit den spektakulären Aussichten auf den Rhein ist ja ganz schön, da sind aber auch immer Menschenmassen am Wochenende… Die Eifel ist sicher toll, aber irgendwie kennt sich da keiner so richtig aus… Im Bergischen, da läuft man doch immer nur durch den Wald…

Wenn man, wie ich, aus Fulda kommt und immer die Weiten der Rhön vor Augen hat, dann ist es natürlich ein bisschen schwieriger, sich mit den hiesigen Gegebenheiten anzufreunden.

Am letzten Wochenende habe ich mich dann aber trotzdem mit meiner Freundin E. zusammengetan. Sie kommt aus dem Bergischen und behauptet nun schon länger, dass es dort auch ganz gut sei. Wir sind dann direkt noch einen Schritt weitergegangen und ins Sauerland gefahren. Das Sauerland kannte ich bisher nur aus dem Lied „Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland“, das Karneval hin und wieder gespielt wird, und das uns als ewiger Ohrwurm auf unserer kleine Tour begleitet hat.

Wir sind nach Kirchhundem gefahren, da sollte unsere Tour, die E. in einem Hunde-Wander-Blog gefunden hat, starten (hier der Link zur Tour). So richtig aufmerksam haben wir uns die Tour vorher nicht durchgelesen, wir waren also überrascht, dass es während der ersten Hälfte der Wanderung ununterbrochen bergauf und ununterbrochen durch den Wald ging. Der Wald war wirklich sehr schön, aber wir waren an einem wunderbar sonniger Herbsttag  unterwegs und hätten gerne etwas mehr Licht gesehen.

Kurz bevor unsere Laune schlecht geworden wäre, haben wir dann aber ENDLICH den höchsten Punkt erreicht und den dichten Wald verlassen. Fabelhafte Aussichten über die bunten Herbstwälder, warmes Nachmittagslicht und prächtige Farben haben uns mir nichts, dir nichts mit dem Sauerland versöhnt.

Hungrig wieder in Kirchhundem zurück wollten wir in einem urigen Landgasthaus essen. Da hatten wir aber die Rechnung ohne die Wirte gemacht. Im gesamten Sauerland und auch im gesamten Bergischen schließt die Küche nach dem Mittagsgeschäft und öffnet erst wieder zum Abendessen. In Köln gab’s zwar keine Parkplätze, aber immerhin einen amtlichen Schweinebraten mit Sauerkraut.

Meine Freundin E. hat kurz nach unserer Wanderung ihr Telefon in einen Weiher geschmissen. Ihre Fotos von unserem Ausflug hatte sie mir aber vorher geschickt. In Gedenken an ihre ungesicherten Daten habe ich zwei ihrer Bilder unter meine gemischt. Sicher wird sie sich freuen, wenn ich hier außerdem noch ihren Hund zeige.

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  1. Auf dem Rothaarsteig war ich auch schon unterwegs. Wundervoll einsam und idyllisch, mitten im Nirgendwo (abgesehen vom Flugzeuglärm). Die Wege sind auch gut beschildert. Das ist einfach perfekt, um mal abzuschalten und aus dem Alltag rauszukommen.

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